Vorsicht beim hochladen von Bildern im Internet

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Das Internet zählt heute zu einer der wichtigsten Informationsquellen der neuen Medien. Neben weitreichenden Infos über verschiedene Unternehmen gibt es auch jede Menge Lesestoff zu Zeitungen und Magazinen. Darüber hinaus darf natürlich auch die Kommunikation über das Internet nicht fehlen. Im Laufe der Jahre haben sich neben zahlreichen Chaträumen auch immer mehr sogenannte Social Media Network Seiten, wie z. B. Facebook, Twitter oder auch Xing dazu gesellt. Auf diesen Seiten kann jeder Nutzer sein persönliches Profil erstellen und mit anderen Leuten überall auf der Welt geschäftlich und privat in Kontakt treten. Wie das mit persönlichen Profilen so ist, gehören dazu auch Fotos. Manch einer stellt nur eine Portraitaufnahme von sich ins Netz, andere wiederum stellen gleich eine ganze Galerie von Fotos mit unterschiedlichen Anlässen rein, sodass jeder Zugriff auf die Fotos hat und sich sein ganz eigenes Bild über das Leben dieses Nutzers machen kann.

Fotos sind im Internet heute nichts Neues mehr. Es gibt kaum eine Seite, auf denen kein Foto zu sehen ist. Gerade junge Leute haben ihren Spaß daran, Fotos ins Netz zu stellen oder mit anderen auszutauschen. Aber gerade bei diesem sensiblen Thema sollte man jedoch Vorsicht walten lassen.

Was viele nicht wissen, ein Foto kann neben dem Motiv noch weitaus mehr über den Besitzer des Fotos verraten, als einem lieb ist. So kann man anhand eines Fotos recht einfach herausfinden, wo es aufgenommen und entwickelt wurde. Daraus wiederum lassen sich dann andere Erkenntnisse wie die Adresse, Telefonnummer und andere wichtige Daten ermitteln. Dies machen sogenannte Exif Daten möglich, die auf jedem Foto zu finden sind, welches mit einer Digitalkamera aufgenommen wurde.

Facebook – Fundgrube für Exif Daten


Dank zahlreicher Social Network Seiten ist das Internet heute voll von Fotos mit Exif Daten. Eine wahre Fundgrube ist z. B. Facebook. Allein hier stellen Tag für Tag Nutzer mehr als eine Million Fotos auf der ganzen Welt ein. Für Experten, wie für Laien, die das richtige Programm zum Auslesen von Exif Daten besitzen, eröffnen sich hier unzählige Möglichkeiten, arglose Facebook Nutzer schnell und einfach „auszuspionieren“. Da reicht oftmals schon ein harmloses Foto aus dem letzten Sommerurlaub, um im Handumdrehen nicht nur die Daten des Motivs, sondern auch des eigentlichen Besitzers herauszubekommen.
Jede Digitalkamera verfügt heute über die Fähigkeit im Exif Format Daten in der Fotodatei zu speichern. Stellt ein Nutzer sein Foto bei Facebook ein, werden auch die Daten aus dieser Datei mitübertragen und bieten so ein sehr umfangreiches Bild über den Besitzer. So lässt sich anhand von Datum, Uhrzeit und GPS Koordinate kinderleicht feststellen, wo genau dieses Foto entstanden ist. Daraus wiederum lassen sich mit ein wenig Recherche auch Daten wie Anschrift, Telefonnummer, Geburtstag oder auch Personalausweisdaten feststellen.
Dies kann am Ende jeden auf den Plan rufen, der mit dem Besitzer des Fotos vielleicht noch etwas zu klären hat. Dies kann sogar soweit gehen, dass die Fotobesitzer gestalkt oder gemobbt werden. Ja selbst Einbrecher machen sich die sensiblen Daten der Fotos zu Nutze und können ohne Vorwarnung plötzlich in der Wohnung stehen.

Aus diesem Grunde sollte man bei Facebook nicht nur darauf achten, die richtigen Häkchen zu setzen, sondern sich auch ganz genau überlegen, welches Foto man überhaupt ins Facebook Profil einstellt. Denn das Fatale an diesen Exif Daten ist auch, dass diese selbst dann noch im Internet existent sind, wenn das Foto bereits gelöscht wurde. Man sollte also wirklich vorsichtig sein und auch aufpassen, wer alles Zugriff auf die eingestellten Fotos hat.
Wer bei seinen Fotos lieber auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte vor dem Einstellen ins Internet, dass Foto durch Programme wie z. B. ExifViewer oder Exifer laufen lassen. Diese lesen die Exif Daten aus und die Nutzer können diese Daten umändern oder sogar ganz löschen. So tauchen diese dann im Internet erst gar nicht auf.

Wissenswertes rund um die Exif Daten
Exif Daten sind auf wirklich jedem Bild zu finden. Hier einige wissenswerte und sicherlich auch erstaunliche Fakten rund um Exif.

Was sind Exif Daten?
Exif selbst ist eine Abkürzung und bedeutet Exchangeable Image File Format. Es wurde einst von der Japan Electronic and Information Technology Industries Association (JEITA) entwickelt. Unter Exif versteht man ein Dateiformat, welches bei den modernen digitalen Kameras von heute dafür verantwortlich ist, dass es hier alle Metadaten über die aufgenommenen Fotos speichert.


Wo werden Exif Daten angelegt und gespeichert?

Alle Exif-Daten werden sofort in die Bilderdatei geschrieben, welche die Formate JFIF (JPEG) oder TIFF besitzen. Diese Exif Daten werden an jedem Anfangsbereich, welcher fachsprachlich auch Header genannt wird, einer Bilddatei abgelegt. Erst danach erfolgen die weiteren Informationen zum Foto. Diese einfache Technik besitzt heutzutage schon jede moderne digitale Kamera. Nach dem gleichen Prinzip gehen auch die Kameras in den Handys vor, auch diese speichern und legen Exif Daten an.

Nutzung von Exif Daten
Wer heute ein Foto mit Hilfe einer Fotobearbeitungssoftware bearbeitet, der bringt hier nicht nur das Foto richtig zur Geltung, sondern verarbeitet auch gleichzeitig alle Exif Daten, die zum Foto gehören. Alle Programme, mit denen man Fotos bearbeiten kann, können auf die Exif Daten automatisch drauf zugreifen, diese lesen und weiter verarbeiten. Auch Handys machen sich das Lesen und Bearbeiten der Exif Daten zu Nutze, häufig findet man sie hier in Android Dateien. Selbst wenn die Fotos schon etliche Jahre alt sind, können die Programme mit Hilfe der Exif Daten noch etliche Informationen herausfiltern. Selbst einige Onlineanbieter die Fotobearbeitung anbieten, können die Exif Daten nutzen.

Welche Daten sind über Exif zu sehen?

Das Exif-Dateiformat speichert genau die gleichen Bildinformationen, die man auch bei den PQI-Daten in APS findet. So gut wie jede digitale Kamera verfügt heute über Exif und kann nach jeder Bildaufnahme zahlreiche Informationen über das Bild speichern. Dazu gehören z. B. Datum, Uhrzeit, Format, Brennweite, Belichtung, Einstellung der Blende, Belichtungsprogramm, ISO-Wert, GPS Koordinaten oder auch das Bild in der Vorschau. Mit Hilfe der IPTC-Daten können darüber hinaus auch Infos über Bildkommentare oder zum Urheberrecht gespeichert werden.

Mit diesen Programmen geht das Auslesen und Löschen von Exif Daten schnell und einfach

Für die Bildbearbeitung der Exif Daten gibt es einige nützliche Programme. Neben Exif Viewer und Exifer kann man auch Simsalaseo, ExifTool, Lightroom, ACDSee Pro oder den ExifCleaner für das Windows Betriebssystem nutzen. Am besten bewährt hat sich bisher Irfanview. Dieses tool ist kostenlos und bietet viele Funktionen zur Bearbeitung von Bildern.

Dazu ein interessanter Beitrag vom WDR:

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